Veröffentlicht in Mobilität

Tag 34: Der Berg ruft!

Herzlichen Dank für die Staffelübergabe, Dominik!

Prolog

Keine Sorge, es handelt sich bei meinem Blog-Titel nicht um Schleichwerbung für den gleichnamigen Film aus dem Jahr 1937 mit der Bergsteiger-Ikone Louis Trenker, noch um mein potenzielles Vorhaben, als leidenschaftlicher Alpinist das Matterhorn zu besteigen. Weit gefehlt! Es spiegelt lediglich meinen Versuch wider, dem Mobilitätsgedanken innerhalb der CO2-Fasten-Staffel und darüber hinaus Rechnung zu tragen.

Kurz zu meiner Person: mein Name ist Stephan Wickerath. Ich bin seit Juli 2015 Klimaschutzbeauftragter der Stadt Ansbach und habe im Zuge dessen das Sachgebiet Klimaschutz und Stadtökologie übernommen.

Zurück zum Berg: seit geraumer Zeit (1 – 2 Jahre) quäle ich mich schon mit dem Gedanken, wie ich meinen Arbeitsweg klimafreundlich gestalten kann. Die einfache Entfernung zwischen Wohnung und Arbeitsstelle beträgt 10 km. Eigentlich ein Klacks! Allerdings habe ich sofort einen „kleinen“ Erdhügel vor der Haustüre (mit Δ h = 80 m und Steigungmax. = 14 %), der es mir nicht erlaubt, schweißfrei meinen Dienst zu beginnen. Nicht nur aus dem Grund liege ich mit meiner CO2-Bilanz in Punkto Mobilität (2,12 t/a) nur knapp unter dem Durchschnitt (2,19 t/a). Als gebürtiger Rheinländer pendele ich einige Male im Jahr in meine Heimatstadt Mönchengladbach und nutze dazu mein Auto. Auch was die Mobilität an den Wochenenden im idyllischen Westmittelfranken anbelangt, nutze ich als „Landei“ selten den ÖPNV (die Vorzüge des Anrufsammeltaxis sind zu mir noch nicht durchgedrungen).

Meine Überlegungen (oder besser: Gewissensbisse) haben mich dazu geführt, mich in Richtung E-Mobilität zu orientieren. Konkret heißt das, ich habe mich mit dem Thema „Pedelec bzw. E-Bike“ auseinander gesetzt, und möchte diese Art von Velo für meine Kurzstrecken und Urlaube nutzen (das entbindet mich aber nicht, meine Langstrecken ebenfalls e-mobil zu gestalten). Hier einige Infos (http://www.adfc.de/pedelecs):


Fakten, nichts als Fakten…

Pedelec

Das Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützt den Fahrer mit einem Elektromotor bis maximal 250 Watt, während des Tretens und nur bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. Wer schneller fahren will, ist auf die eigene Körperleistung angewiesen, die bei einem durchschnittlichen Radfahrer etwa 100 Watt beträgt. Der Unterstützungsgrad kann in mehreren Stufen eingestellt werden und ist abhängig von der Pedalkraft oder der Trittfrequenz des Fahrers.

Die Definition eines Pedelecs ergibt sich aus Paragraf 1 Absatz 3 des Straßenverkehrsgesetzes. Es ist dem Fahrrad rechtlich gleichgestellt. Fahrer benötigen also weder ein Versicherungskennzeichen noch eine Zulassung oder einen Führerschein. Für sie besteht zudem keine Helmpflicht oder Altersbeschränkung. Dies gilt auch für Pedelecs mit Anfahrhilfe bis 6 km/h.

Schnelle Pedelecs / S-Klasse

Die schnellen Pedelecs, auch Schweizer Klasse oder S-Klasse genannt, gehören nicht mehr zu den Fahrrädern, sondern zu den Kleinkrafträdern. Die Räder funktionieren zwar wie ein Pedelec, aber die Motorunterstützung wird erst bei einer Geschwindigkeit von 45 km/h abgeschaltet. Derzeit liegt die maximal erlaubte Nenn-Dauerleistung der Motoren bei 500 Watt.

Für die schnelle Klasse sind einige gesetzliche Besonderheiten zu beachten: Für sie ist eine Betriebserlaubnis beziehungsweise eine Einzelzulassung des Herstellers vom Kraftfahrtbundesamt (KBA) notwendig. Das schnelle Elektrofahrrad braucht ein Versicherungskennzeichen (Kostenpunkt etwa 70 Euro pro Jahr). Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) sieht als bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit die an, die beim Mittreten erreicht wird, also bis zu 45 km/h. Daraus folgt, dass Fahrer mindestens 16 Jahre alt und in Besitz einer Fahrerlaubnis der Klasse AM sein müssen, zudem müssen sie einen geeigneten Schutzhelm tragen. Unklar ist, welche Art Helm als geeignet anzusehen ist. Auf Radwegen darf man mit dem schnellen Pedelec auch dann nicht fahren, wenn sie für Mofas frei gegeben sind.

E-Bikes im engeren Sinn

E-Bikes im engeren Sinn sind die dritte Kategorie. Sie sind mit einem Elektromofa zu vergleichen und lassen sich mit Hilfe des Elektroantriebs durch einen Drehgriff oder Schaltknopf fahren, auch ohne dabei in die Pedale zu treten. Wird die Motorleistung von 500 Watt und eine Höchstgeschwindigkeit von maximal 20 km/h nicht überschritten, gelten diese Fahrzeuge als Kleinkraftrad (früher: Leicht-Mofa).

Auch hier ist ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und mindestens eine Mofa- Prüfbescheinigung zum Fahren notwendig. Man ist auf die eigene Leistungsfähigkeit angewiesen, wenn man schneller als 20 km/h fahren möchte. Eine Helmpflicht besteht bei den E-Bikes nicht.

Übersicht BMVI
Übersicht Typenklassen

Rechtliches

Während Pedelecs wie normale Fahrräder genutzt werden können, gelten für S-Pedelecs und E-Bikes Einschränkungen: mit ihnen dürfen keine Radwege oder Straßen und Wege benutzt werden, die für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt sind. Auch der Transport von Kindern in Anhängern ist an schnellen Pedelecs und E-Bikes nicht erlaubt. Ausschließlich Fahrräder und Pedelecs dürfen Anhänger mit Kindern ziehen. In geeigneten Kindersitzen dürfen Kinder bis zu sieben Jahren aber auf allen Zweirädern mitgenommen werden.

Fahrradnutzern und Pedelec-Fahrern ist eine höhere Promillegrenze erlaubt, während E-Bike- und S-Pedelec-Piloten den strengeren Grenzwerten für Kraftfahrzeugfahrer unterliegen. Vorsicht bei Fernreisen: Elektrorad-Akkus gelten als Gefahrgut, deshalb ist ein Transport von Pedelecs und E-Bikes im Flugzeug ausgeschlossen.

Antriebstechniken

Der Frontmotor sitzt in der Vorderradnabe. Daher müssen Gabeln und Rahmen den zusätzlichen Belastungen der Antriebs- und Bremskräfte standhalten. Deshalb sind Nachrüstsätze nicht zu empfehlen, denn ein herkömmliches Fahrrad ist nicht für die hohen Belastungen durch einen Zusatzmotor konstruiert. Die Gefahr eines Gabel- oder Rahmenbruchs erhöht sich dadurch stark. Da der Antrieb das Fahrrad zieht, kann das Vorderrad auf sandigem und losem Untergrund oder in Kurven leichter durchdrehen und wegrutschen.

Beim Mittelmotor ist der Antrieb in der Mitte des Rades über oder unter dem Tretlager angebracht und treibt das Hinterrad über die Kette an. Die zentrale Gewichtsverteilung hat den Vorteil, das Fahrverhalten des Rades kaum zu beeinflussen. Es ist aber ein spezieller Rahmen notwendig. Alle gängigen Fahrradschaltungen und ein Nabendynamo lassen sich einbauen. Mittlerweile bieten Hersteller auch Pedelecs mit Mittelmotor und der in Deutschland beliebten Rücktrittbremse an. Aber Felgen- und Scheibenbremsen sind aufgrund ihrer besseren Bremsleistung vorzuziehen.

Beim Heckantrieb befindet sich der Elektromotor in der Hinterradnabe. Das Rad wird dadurch hecklastiger, insbesondere wenn auch der Akku im Hinterradbereich montiert ist. Das erschwert wegen der ungleichen Gewichtsverteilung das Tragen, zum Beispiel in den Keller oder in den Zug. Die Nutzung einer handelsüblichen Nabenschaltung ist nichtmöglich, es gibt jedoch Modelle mit integrierter Nabenschaltung mit geringer Ganganzahl. Der Hinterradausbau wird erschwert, dafür kann ein Nabendynamo verwendet werden. Der Hinterradmotor wird vor allem bei sehr sportlichen Rädern genutzt, bei denen eine hohe Beschleunigung gewünscht wird.

Akkus

Die Energie für den Elektroantrieb wird in Akkus gespeichert. Sie können an verschiedenen Stellen am oder im Rahmen oder an Komponenten angebracht sein. Gängig ist beispielsweise die Befestigung unter dem Gepäckträger, in oder unter Gepäcktaschen, im Rahmendreieck oder zwischen Hinterrad und Sattelrohr, bei Falträdern auch in einer Lenkertasche. Oft lässt sich der Akku abnehmen und abschließen. Eine sichere, abnehmbare Unterbringung mit niedrigem Schwerpunkt, die den Gepäcktransport nicht behindert, ist hierbei zu bevorzugen. Die Reichweite des Akkus ist abhängig von der im Akku gespeicherten Energie und dem Energieverbrauch, der sich aus vielen Faktoren wie Gewicht von Fahrer und Rad, Unterstützungs-und Wirkungsgrad des Antriebs, Gegenwind, Steigungen, Anzahl der Anfahrten und Temperatur zusammensetzt. Noch gibt es keine standardisierten Testverfahren für die Reichweite von Elektrorädern, daher lassen sich die Herstellerangaben nicht untereinander vergleichen. Der einzige Anhaltspunkt ist der Energiegehalt der Akkus, der in Wattstunden (Wh) angegeben wird. Manche Hersteller geben eine Reichweite von über 100 Kilometern an, was aber nur unter Idealbedingungen zu erreichen ist. Realistischer sind Distanzen von 30 bis 60 Kilometern, die mit einer Akkuladung erreicht werden. Gute Modelle zeigen die ungefähre Reichweite auf dem Display an, die man im aktuellen Unterstützungsmodus noch erreichen kann. Lithium-Ionen (Li-Ion) oder Lithium-Polymer-Akkus (LiPo) sind bei Pedelecs Standard. Sie haben eine hohe Leistungsdichte, ein geringes Gewicht und keinen Memoryeffekt. Die Nutzungsdauer hochwertiger Akkus liegt zwischen drei und fünf Jahren, was etwa 1.000 Ladezyklen entspricht. Nach 300 bis 500 Ladezyklen nimmt die Kapazität jedoch stetig ab. Aber erst, wenn eine Akkuladung für die alltäglichen Wege nicht mehr ausreicht, muss er ersetzt werden. Die seit dem 1. Dezember 2009 geltende Batterieverordnung verpflichtet Hersteller zur Rücknahme und sachgemäßen Entsorgung verbrauchter Akkus. Akkus müssen pfleglich behandelt werden, um die Kapazität lange zu erhalten. Hohe Temperaturen beschleunigen den Alterungsprozess von Lithium-Ionen-Akkus. Vor hohen Temperaturen, beispielsweise durch direkte Sonneneinstrahlung, müssen sie geschützt werden, sonst können sie Schaden nehmen. Im Winter sollten Akkus bei Zimmertemperatur gelagert werden, damit sie schnell auf Betriebstemperatur sind. Unterschiedliche Stecker, Ladegeräte, Betriebsspannungen und Kontaktbelegungen können bei Fehlgebrauch zu Die Motoren werden von Sensoren gesteuert, um die passende Unterstützung zu liefern und um die Geschwindigkeit zu kontrollieren. Es gibt Trittfrequenz-, Drehmoment- und Geschwindigkeitssensoren, die teils allein oder in Kombination miteinander arbeiten. Die Sensoren haben großen Einfluss auf das Fahrverhalten. So arbeiten einfache Pedelecs mit nur einem Sensor, daher kann ihre Motorunterstützung mal zu niedrig, mal auch zu hoch sein. Das kann zu kritischen Situationen führen, wenn beispielsweise das Pedelec stärker nach vorne drängt als gewünscht.

Da war doch noch was: Fully oder Hardtail?

Wer ins Gelände will, der ist mit einem Mountainbike  (MTB) besser aufgehoben und braucht eine entsprechende Federung. Beim Hardtail ist die einzige Federung in der Vorderradgabel eingebaut. Es ist das ideale Bike für Einsteiger.

  • Einsatzbereich: für Mountainbiker, die sich überwiegend auf Forstwegen und anderen Routen aufhalten, die keine großen Hindernisse bzw. Unebenheiten aufweisen.
  • Fahrertyp: Alle eher „puristischen“ Typen, die ein unkompliziertes, verlässliches Bike und dessen direkte Kraftübertragung nutzen wollen. Und die auch körperlich keine Probleme durch die fehlende Dämpfung haben. Auf unebenem Terrain ist ausgereiftes Fahrkönnen notwendig.
  • Vorteile: Das Hardtail wird in der gleichen Preisklasse meist mit etwas besseren Komponenten ausgestattet sein als das Fully. Es ist leichter, braucht weniger Wartung und Pflege, ist steifer und direkter in der Kraftübertragung.
  • Nachteile: Durch die fehlende Dämpfung werden Stöße direkt auf den Körper übertragen; im Gelände dadurch auch begrenzter Einsatzbereich.

Das Fully besitzt eine Vollfederung, d. h. die Federung erfolgt über Vorderradgabel und zusätzliche über eine Dämpfung am Rahmen.

  • Einsatzbereich: für Biker, die gern auch abseits von befestigten Wegen unterwegs sind, auch Downhill in ihrem Repertoire haben. Bei gesperrter Dämpfung hat das Fully aber auch auf „glatten“ Wegen perfekte Rolleigenschaften.
  • Fahrertyp: Alle, die einerseits auch im Gelände nicht auf den „gefederten“ Komfort verzichten wollen – die aber andererseits auch die bessere Fahrdynamik (durch längeren Bodenkontakt des Hinterrades zu schätzen wissen. Um allerdings die Vorzüge eines Fullys voll ausnützen zu können, ist auch eine fundierte Fahrtechnik erforderlich.
  • Vorteile: Die Überwindung von größeren Hindernissen und Höhenunterschieden fällt (natürlich bei richtig eingestellten Dämpfern!) viel leichter. Stöße durch Unebenheiten werden von der Dämpfung großteils abgefangen – dadurch nicht nur körperschonender, sondern (durch die ruhigeren Fahreigenschaften) auch sicherer zu steuern.
  • Nachteile: Das Fully ist etwas schwerer als das Hardtail, bei gleicher Ausstattung wie das Hardtail preislich etwas teurer. Die Dämpfungselemente brauchen mehr technisches Verständnis zur richtigen Einstellung. Das Fully ist auch wesentlich wartungsintensiver.

Resümee

Für mich wird nach der Analyse der Fakten klar, dass ich mir voraussichtlich ein E-MTB mit einer Motornennleistung von 250 W (Pedelec) zulege. Der Trend zum Mittelmotor hat sich hier sowieso durchgesetzt. Das hat den Grund, dass ich damit im Gegensatz zum S-Pedelec auf Radwegen fahren kann. Die Fahrt von meiner Wohnung zur Dienststelle führt über eine Staatsstraße mit parallel verlaufendem Radweg. Wenn ich bedenke, ich müsste auf der Straße fahren, wird‘s gruselig. Und vor allem: Ich bin gerne im Wald unterwegs, was mit einem schnellen Pedelec ebenfalls nicht erlaubt ist.

Das könnte es sein ;-). Schau’n wir mal!

Brose-Bike
Pedelec, Fa. Rotwild, 250 W

Jobrad

Was den Kauf bzw. die Finanzierung anbelangt, so wird bei uns im Personalamt z. Zt. geprüft, ob das Jobrad (s. Info von Dominik Mages, 27.3.17) bei der Stadt Ansbach umgesetzt werden kann. Ich hatte vor circa 2 Wochen die Anfrage im Personalamt gestellt, und es scheint sich etwas zu bewegen. Mit dem Dienstfahrrad-Konzept bekommen Mitarbeiter die Möglichkeit, über ihren Arbeitgeber das eigene Wunschrad zu beziehen, inklusive steuerlicher Vorteile. Dabei bezahlen Mitarbeiter ihr Wunschrad bequem über die monatliche Gehaltsabrechnung (sog. Gehaltsumwandlung). Der Arbeitgeber spart Sozialabgaben, und der Arbeitnehmer kann das Rad sowohl dienstlich als auch privat nutzen.

Bei dem o. a. Pedelec würde ich für den Kauf 5.000 € plus Versicherung für 3 Jahre (749,70 €), also insgesamt 5.749,70 € zahlen. Beim Leasing zahle ich über die Barlohnumwandlung 112,03 € pro Monat. Hochgerechnet auf 36 Monate zuzüglich des Restkaufwertes von 500 € (10 % des Kaufpreises) sind das in der Summe 4.533,08 €. Die relative Ersparnis Jobrad gegenüber Direktkauf beträgt 21,16 %. Das ist, wie gesagt, nur ein Beispiel. Mit dem Vorteilsrechner auf Jobrad (https://www.jobrad.org/vorteilsrechner) lässt sich komfortabel spielen.

Faltrad

Eine andere Alternative wäre z. B. ein Faltrad mit Elektroantrieb. Ein wesentlicher Vorteil eines Faltrades gegenüber einem normalen Rad sind sicherlich die Möglichkeiten der Mobilität in Kombination mit Bus & Bahn. Also eigentlich ideal für meine Reisen ins Rheinland mit dem ÖPNV oder generell für den Urlaub, so dass ich hier auf das Auto verzichten kann (Stichwort: multi- und intermodale Mobilität). Und das Beste: Die Radmitnahme im gefalteten und abgedeckten Zustand ist kostenlos! Und man kann sie überall mit hineinnehmen (Wohnung, Büro usw.), so dass Diebe keine Chance haben.

LLobe City II, ungefaltet
LLobe City II
llobe-city-2-zusammengeklappt
LLobe City II, gefaltet

Das abgebildete E-Faltrad LLobe City II kostet regulär 1.399 €, wiegt allerdings 21 kg. Das Faltmaß ist komfortabel: 87x32x65 cm. Hier liegt die monatliche Nettobelastung bei 30,82 €. Das ergibt für einen Zeitraum von 36 Monaten sowie zuzüglich des Restkaufwertes insgesamt 1.249,42 € und damit eine Ersparnis gegenüber dem Kauf von 26,46 %.

Ich bin gespannt, wie sich das Thema Jobrad bei uns entwickelt. Ansonsten besteht ja auch die Möglichkeit, sich ein Pedelec oder Faltrad gebraucht zu beschaffen (das spart Ressourcen!). Bis dahin werde ich zumindest meine Privatfahrten vorzugsweise mit meinem konventionellen Fahrrad durchführen.


Übergabe des Staffelstabes

So, jetzt gebe ich den Staffelstab für morgen, 4. April 2017, weiter an meinen Namensvetter Stefan Lindner von der Stadt Lauf. Ich bin gespannt, was dein Erfindergeist („Gardinen unter Strom“) wieder hervorbringt.

Meine persönlichen Tipps

Infos zu E-Bikes/Pedelecs:

Infos zu Leasing-Rädern:

Neuheiten bei E-Falträdern (Rekuperationstechnik)

11 Kommentare zu „Tag 34: Der Berg ruft!

  1. Stephan, ich hatte vor gut 1,5 Jahren einen ähnlichen Gedanken wie Du und habe mir ein Pedelec gekauft, um in die Arbeit zu radeln. Zwischen meinem Wohnort Hersbruck und dem (damaligen) Arbeitsort Lauf liegen zwar keine unendlichen Weiten (14 km) und auch keine dramatischen Berge (also eigentlich gar keiner, nur ganz kleine Asphaltblasen), aber ich wollte nach langer Radabstinenz einen moderaten Einstieg. Und dieser ist mir gut geglückt. Ich habe mich damals ebenfalls für ein Rad mit Mittelmotor entschieden. (http://www.simplon.com/produkte/e-bike/sport/silkcarbon/full-bike-info/)
    Nach ausgiebiger Nutzung kann ich alle Pedelec-in-spe-Fahrer beruhigen: Ich musste selbst bei Tagestouren noch nie Zwischenladen. Mein Akku hält frisch aufgeladen 120 km. Selbst am Anfang, als ich absolut unfit war, habe ich nie die volle Unterstützung gebraucht, sondern habe es einfach nur genossen mit gleichbleibendem Puls in einem angenehmen Tempo mit rundem Tritt dahinzugleiten. Auf Touren mit Bergen schalte ich dann schon mal auf mehr „Power“ um, aber selbst dann, kommt man weiter als man denkt.
    Ich kann dir nur zum Kauf raten. Macht das an sich schon wunderbare Fahrradfahren noch schöner. Und meine anderen 4 Fahrräder haben von der Anschaffung des Pedelecs nur profitiert. Seitdem fahre ich nämlich insgesamt wieder viel mehr Fahrrad. Und das obwohl ich mittlerweile in die Arbeit laufen kann (Umzug der Arbeitsstätte nach Hersbruck).
    Also Stephan: ran an die Pedale!!!

    Gefällt 2 Personen

  2. Ach ja! Zum Jobrad: Gib mir bitte Bescheid, wie die Stadt Ansbach das Thema löst. Meine Bemühungen dahingehend sind bislang gescheitert. Aufgrund der Tarifbestimmungen im öffentlichen Dienst hat mein Arbeitgeber bislang signalisiert, dass dies unmöglich sei.

    Gefällt 1 Person

    1. Derartige Bemühungen wurden von mir bereits im Februar 2015 gestartet.
      Diese musste ich zwischenzeitlich auf Eis legen, da sie mit den derzeitigen Tarifverträgen im ÖD nicht vereinbar sind bzw. das Beamtenbesoldungsgesetz das Modell der Barlohnumwandlung leider nicht vorsieht.

      Fakt ist dennoch:
      Ein von Grund auf gut hochgezogenes Leasingkonzept (mit angemessenen Raten),
      würde den Einstieg der Bevölkerung in den E-Mobilitätsmarkt deutlich erleichtern.
      Zum Glück bieten eine Firmen dies bereits an und fungieren als solide Vorreiter.

      Gefällt mir

      1. Hi Dominik,
        eine Erleichterung in den Einstieg zur E-Mobilität könnte auch nach dem Münchner Modell erfolgen: Dort wird seit dem 1. Januar 2017 u. a. die Anschaffung von Elektroleichtfahrzeugen für Unternehmen, Freiberuflich Tätige und teilweise auch für Privatpersonen gefördert, s. https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Klimaschutz_und_Energie/Elektromobilitaet/Foerderprogramm_Elektromobilitaet.html

        Gefällt 1 Person

    2. Hi Tina,
      bis dato habe ich von unserer Personalabteilung nocht nichts gehört, dass hier tarif- oder beamtenrechtliche Regelungen gegen sprechen, obwohl ich das auch bereits als Vorabinfo mitgeteilt hatte. Die Stadt Heilbronn praktiziert das Jobrad bereits seit 2014. Aber das Tarif- bzw- Beamtenrecht kann Ländersache sein!

      Gefällt 1 Person

  3. Lieber Stephan,
    ja, verschwitzt und abgekämpft auf die Arbeit kommen ist auch nicht mein Ding. Super, Deine Recherche zu den verschiedenen e-motorunterstützten Rädern. Die Begrifflichkeiten bleiben aber verwirrend, insbesondere was die Bedeutung von E-Bike betrifft. Im Endeffekt wird der Begriff synonym zu Elektrofahrrad benutzt und ist also ein Oberbegriff für Fahrräder mit Elektromotor.
    So wie TIna das über ihr eigenes Rad berichtet, habe ich in letzter Zeit auch ganz häufig gehört, dass die modernen E-Bikes ( 🙂 ) so große Reichweiten haben, dass Zwischenladen praktisch nicht nötig ist.
    Übrigens können die Batterien in Brand geraden, auch zuhause. Deshalb gibt es dafür Sicherheitskoffer. Jeden Abend den Akku rausmachen und sichern, werden die wenigsten machen, was die Fachleute raten, bleibt an dieser Stelle offen und muss noch recherchiert werden!
    Falträder sind auch eine super Sache, da gibt es auch ganz tolle ohne Motor, was für Falträder meistens auch ausreicht, weil man es in der Regel als Lückenschluss von zuhause zum nächsten ÖPNV-Haltepunkt und von der Endhaltestelle bis zum Arbeitsplatz benutzt.
    Ganz super wäre allerdings, wenn man für den Lückenschluss kein eigenes Rad braucht, das häufig extra für den Zweck angeschafft wird, sondern wenn in mehr und mehr Städten Leihräder zur Verfügung stünden, die den Lückenschluss erlauben.
    Ich hoffe, Du verrätst uns bald, welches Rad das Rennen bei Dir macht! 🙂

    Gefällt 2 Personen

    1. Liebe Susanne,
      dass mit dem Lückenschluss sehe ich genauso. Hier ist eine suffiziente Stadtentwicklung gefragt. Das heißt, die Stadt- bzw. Verkehrsplaner müssen eine Infrastruktur zur Verfügung stellen, z. B. Verleihsysteme, Carsharing, Mitfahrzentrale, so dass die Nutzer über eine Verhaltensänderung weniger Energie bzw. Ressourcen verbrauchen.

      Gefällt 2 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s