Veröffentlicht in Abfallvermeidung, Ernährung, Konsum

Tag 38: Kaffee to go? Warum nicht lieber slow?!?

Ich danke Wolfgang Müller für den Staffelstab.

Das obige Foto wurde auf der Vogelinsel Runde, einem Naturparadies  in Norwegen im Juni 2015 aufgenommen. Auf dem Foto ist das farbige problematische  Nistmaterial aus Kunststoffen gut zu erkennen.

Mein Thema heute ist Abfall/Recycling. Dazu fällt mir so wahnsinnig viel ein, da werde ich mich wohl ziemlich begrenzen müssen.

Abfallvermeidung


Merke: Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht.

Das erste, woran ich bei mir persönlich denke, ist die Baumwollbeutelflut. Um Plastiktüten zu vermeiden (Jute statt Plastik!) gab es bei mir immer Baumwollbeutel. Und beim Vergessen dieser Beutel beim Einkaufen gehen oder bei Spontaneinkäufen gab es neue Baumwolltaschen… Wenn sich Plastiktüten eingeschlichen haben, wurden auch diese mehrfach benutzt und letztendlich als Müllbeutel entsorgt.  Die Baumwollbeutel aber nicht. Na ja, einen Teil habe ich verschenkt und einen anderen in den Keller verfrachtet.

Mehr Verpackung als Inhalt mochte ich noch nie, schließlich muss man ja auch die Verpackung bezahlen, d. h. auf aufwändige Verpackungen habe ich schon immer weitestgehend verzichtet. Und um PVC mache ich seit Ewigkeiten einen Bogen, Grund hierfür ist die Dioxinproblematik. Jahrelang habe ich die Waschmittel nach einem Baukastensystem selbst gemischt und alles, na ja, fast  alles an Körperpflegeprodukten und auch an dekorativer Kosmetik selbst gemacht.  Und umweltfreundlich Putzen war ebenfalls immer ein Thema. Dann hat der Rohstofflieferant Insolvenz angemeldet und aus war es. Dies war noch vor der Verbreitung des Internets und des Online-Handels, also in grauer Vorzeit.  Mittlerweile gibt es aber neue Rohstoffquellen und die Herstellung wurde teilweise zwischenzeitlich wieder aufgenommen. Wobei es dabei nicht in erster Linie um Abfallvermeidung geht, sondern auch um den Spaß am selber machen und um die Vermeidung problematischer Inhaltsstoffe. Eine „biodramatische“ Obst und Gemüsekiste gibt es auch schon ewig. Und

Kaffee-to-go ist nichts für mich, ich mag ihn lieber slow.

 

Jetzt noch ein paar persönliche Tipps zur Abfallvermeidung:

  • Leitungswasser trinken. Wer auch gerne Wasser aus der Leitung trinkt, das Wasser, das länger als vier Stunden in der Leitung steht, soll man vorher ablaufen lassen. Dieser Tipp und vieles andere stehen in dem UBA-Ratgeber „Rund um das Trinkwasser“ unter folgendem Link zu finden https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/uba_rund_um_das_trinkwasser_ratgeber_web_0.pdf , aufgerufen am 03.04.2017.
  • Mülltüten/ Müllbeutel waren mir von jeher zu schade, um sie nur einmalig zu verwenden. Daher bekommt manche/r bei mir ein Vorleben. Beim Verreisen nehme ich sie, um Schuhe von der Wäsche zu trennen. Genauso trenne ich auf Reisen bereits getragene Wäsche von der sauberen Wäsche. Beim Duschen in Gemeinschaftseinrichtungen kann man darin das Handtuch und die Kleidung gut vor Feuchtigkeit schützen Beim Schwimmen gehen kommen die feuchten Badesachen in eine extra Tüte. Und da sie auch in die Hosentasche passen, kann man sie auch prima, z. B. zum Sammeln von Muscheln und/oder Steinen am Strand benutzen. Und als „Not-Einkaufstasche“ leisten sie auch gute Dienste. Aber bitte beachten: Aufpassen bei kleinen Kindern und Haustieren (Erstickungsgefahr) und hinterher für den eigentlichen Zweck benutzen, sonst macht es keinen Sinn. Der Vorteile liegen für mich darin begründet, dass diese Tüten kaum etwas wiegen, kaum Platz wegnehmen, ich weniger extra Taschen benötige und ich vor allem weniger putzen muss.
  • Für das Einpacken von Geschenken -vor allem innerhalb der Familie- benutze ich schöne Stoffe statt Papier. Es wird auch schön mit Schleifen oder anderem verziert, damit es auch etwas „für’s Auge“ gibt, aber hinterher werden die Stoffe schnell zusammengelegt, die Bänder eingesammelt und beim nächsten Mal wieder benutzt.
  • Nachdem Freunde oder auch Geschwister oftmals einen überlappenden Lesegeschmack aufweisen, sprechen wir uns ab und an ab, wer welche Neuerwerbungen tätigen will und tauschen sie untereinander aus. Und einen E-Book-Reader habe ich auch, praktisch vor allem auf Reisen, da gewichts- und damit auch treibstoffsparend. Auch ein Bibliotheksausweis ist vorhanden.
  • Mit Freunden oder Familienmitgliedern kann man auch selten genutzte Gegenstände teilen, z. B. Raclette, Joghurtbereiter, Nähmaschine, Bohrhammer, das Zubehör zur Kosmetika-Herstellung etc.
  • Auch Ableger von Zimmerpflanzen oder aus dem Garten kann man tauschen oder verschenken. Genauso natürlich auch Obst/Gemüse aus dem eigenen Garten, wenn es mal wieder eine Schwemme gibt.
  • Teilen oder verschenken kann man auch größere Lebensmittelmengen, die den eigenen Verbrauch übersteigen, z. B. seltener genutzte Gewürze.
  • Was ich allerdings nicht mache, ist intensives Plastik-, bzw. Kunststofffasten. Ich weiß nämlich nicht warum ich das machen soll.

Recycling

Biotonne, Papiertonne, gelber Sack und Restmülltonne ist die Grundausstattung und dann noch ab und an ein Besuch auf dem Recyclinghof. Ich sammle z. B. auch Metalle, Energiesparlampen, Elektroklein- und Großgeräte, Sperrmüll, Altkleider, Batterien, Akkus, Schadstoffe, Korken und CD’s/DVD’s. Doch was passiert dann?

Für die großen Fraktionen möchte ich es gern kurz erklären:

  • Bioabfälle: Seit 1985 werden Bioabfälle in Deutschland getrennt gesammelt. 2014 wurden in Deutschland etwa 15,4 Mio. t biologisch abbaubare Abfälle getrennt gesammelt und sinnvoll verwertet, 9,8 Mio. davon sind biogene Siedlungsabfälle. Aus ihnen entstehen Komposte und Gärreste, die als organischer Dünger genutzt werden oder in Blumenerde und Pflanzsubstraten Torf ersetzen. Wird Bioabfall vergärt (m. E. die sinnvollste Form) und das entstehende Biogas (Methan)   wird energetisch verwertet, trägt dies direkt zum Klimaschutz bei (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/abfall-kreislaufwirtschaft/entsorgung-verwertung-ausgewaehlter-abfallarten/bioabfaelle#textpart-1, aufgerufen am 03.04.2017.
  • Papierabfälle: Im Durchschnitt wurden pro Einwohner im Jahr 2015 an Pappe, Papier und Karton 253 kg verbraucht, insgesamt also 20,8 Mio. t. Die Rücklaufquote liegt bei rund 73 %. 1990 wurden knapp 49 % Altpapier bei der Papierherstellung eingesetzt, 2015 rund 74 %. Eigentlich gut, doch schreibt das Umweltbundesamt dazu: „Diese Steigerung senkte den Holz-, Wasser- und Primärenergieverbrauch pro Tonne Papier. Das Mehr an Papierkonsum relativierte jedoch den Effizienzgewinn. Zudem gefährden Verunreinigungen aus Druckfarben, Kleb- und Papierhilfsstoffen inzwischen das Altpapierrecycling.“ (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/abfall-kreislaufwirtschaft/entsorgung-verwertung-ausgewaehlter-abfallarten/altpapier, aufgerufen am 04.04.2017).
    Obwohl es trivial erscheint, möchte ich kurz noch erwähnen, was laut UBA nicht ins Altpapier gehört. Ich habe bisher z. B. fälschlicherweise Kassenzettel und Fahrkarten sowie Post-its ins Altpapier gegeben. Also daher,

nicht ins Altpapier gehören:

  • Verbundmaterialien – Getränkekartons (Gelber Sack),
  • Tapeten (Restmüll),
  • Wachs-, Paraffin-, Bitumen- und Ölpapiere beziehungsweise –pappen (Restmüll),
  • Thermopapier – Kassenzettel, Fahrkarten (Restmüll),
  • Nassfest imprägnierte und/oder geleimte Papiere und Pappen – Plakate (Restmüll),
  • Mit Kunststofflacken oder –folien hergestellte Lack-, Glacé- und Chromopapiere und –pappen (Restmüll),
  • Papiere mit Kleber, der sich nicht durch Wasser lösen lässt (Post-it, Adressetiketten, Selbstklebeverschluss bei Kuverts) (Restmüll).

(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/papier-recyclingpapier/#textpart-2, aufgerufen am 04.04.2017).

Kunststoffe

Der Kunststoffverbrauch in Deutschland lag 2015 nach Bereinigung um Im- und Exporte bei 10,1
Mio. t (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/abfall-kreislaufwirtschaft/entsorgung-verwertung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#textpart-1 , aufgerufen am 06.04.2017).
2015 wurden fast 99 Prozent (%) aller gesammelten Kunststoffabfälle (5,92 Mio. t) verwertet. 46 % wurden werk- und rohstofflich genutzt, 53 % wurden energetisch verwertet, davon ca. 2 /3 in Müllverbrennungsanlagen und 1/3 als Ersatzbrennstoff, z. B. in Zementwerken oder Kraftwerken. Der Heizwert der Kunststoffabfälle entspricht ungefähr dem von Steinkohle. Weniger als 1 % wurden deponiert. Betrachtet man nur die Kunststoffabfälle aus privaten Haushalten wurden 2015 41,7% stofflich verwertet, der Rest wurde energetisch verwertet. (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/daten/abfall-kreislaufwirtschaft/entsorgung-verwertung-ausgewaehlter-abfallarten/kunststoffabfaelle#textpart-1, aufgerufen am 04.04.2017).

 

Verpackungen insgesamt:

Einen guten Überblick über die Verwertung von Verpackungen gibt die nachfolgende Tabelle (Quelle: Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung mbH, https://www.umweltbundesamt.de/daten/abfall-kreislaufwirtschaft/entsorgung-verwertung-ausgewaehlter-abfallarten/verpackungsabfaelle#textpart-5, aufgerufen am 04.04.2017)

Bild 2

Ausblick, neues Verpackungsgesetz, beschlossen vom Deutschen Bundestag am 31.03.2017

Folgende Verwertungsquoten wurden beschlossen (Quelle: http://www.bmub.bund.de/pressemitteilung/neues-verpackungsgesetz-staerkt-recycling-und-mehrweg/ )

Bild 3

Und der Rest???

Der Restmüll geht in die Verbrennung: Alle bestehenden Müllverbrennungsanlagen nutzen die entstehende Energie als Strom, Prozessdampf und/oder Fernwärme. Der energetische Gesamt-Nutzungsgrad liegt im Durchschnitt bei circa 50 Prozent. Bei einer besseren Anbindung der Anlagenstandorte könnten die bestehenden Anlagen deutlich mehr Energie in Form von Dampf, zum Beispiel als Fernwärme abgeben Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/entsorgung/thermische-behandlung#textpart-2).

Und doch noch was vergessen beim Thema Abfall: die Deponierung und der Ausstoß klimaschädlicher Gase. Seit 2005 ist die Deponierung von Abfällen aus Haushalten ja kein Thema mehr wegen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Aber deponierte organische Abfälle brauchen ihre Zeit zum Abbau.

Bild 4

Eine gute Broschüre für jeden ist „Abfälle im Haushalt“ vom Umweltbundesamt:

https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/publikationen/uba_abfall_web.pdf, aufgerufen am 06.04.2017).

Warum mache ich nicht mit beim intensiven Kunststoff-Fasten?

 

Ich habe in meiner Freizeit so einiges zu Kunststoff- oder Plastikfasten im Internet in Blogs samt Kommentaren sowie in frei zugänglichen Leseproben von Büchern gelesen. Demnach sind Kunststoffe oft generell gesundheitsschädlich und müssen deshalb bei Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen konsequent ersetzt werden.

 

Na ja, Kunststoffe gibt es ja wahnsinnig viele und Gesundheitsgefahren auch. Sind alle Kunststoffe belastet??? Und was ist mit den Verpackungen von Lebensmitteln?

Mmmmmhhhhhhh, grübel, grübel denk, denk ……. da war doch was.

Genau: Unsere Lebensmittelüberwachungsbehörden. Auf europäischer Ebene ist dies die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (efsa, European Food Safety Authority), in  Deutschland das Bundesinstitut für Risikobewertung und in Bayern das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

Kunststoffe werden auch als Lebensmittelkontaktmaterialien verwendet. Diese können neben Kunststoffen aus einer Vielzahl von Materialien bestehen, z. B. auch aus Papier, Metall oder Gummi. Unter Lebensmittelkontaktmaterialien versteht man Verpackungen und Behälter, Küchenutensilien, Besteck und Geschirr und auch Verarbeitungsgeräte (z. B. Kaffeemaschinen). Diese müssen in Übereinstimmung mit den EU-Rechtsvorschriften, einschließlich jenen zur guten Herstellungspraxis, hergestellt werden, so dass ein etwaiger möglicher Übergang in Lebensmittel keine Sicherheitsbedenken aufwirft, die Zusammensetzung der Lebensmittel nicht in inakzeptabler Weise verändert sowie den Geschmack und/oder Geruch der Lebensmittel nicht beeinträchtigt (Quelle: https://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/food-contact-materials, aufgerufen am 04.04.2017). Verpackte Lebensmittel werden durch die Lebensmittelüberwachungsbehörden auch so gelagert-wie im Haushalt üblich- und nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums auf Rückstände aus den Verpackungsmaterialien untersucht.

Auch unser Trinkwasser wird regelmäßig untersucht. In § 6 Abs.1 der Trinkwasserverordnung steht: „Im Trinkwasser dürfen chemische Stoffe nicht in Konzentrationen enthalten sein, die eine Schädigung der menschlichen Gesundheit besorgen lassen.“

Also deshalb keine Sorge!!!     Oder  doch???
Wissenswertes zu Bisphenol A

Probleme bereiten in Kunststoffen Flammschutzmittel, Weichmacher, z. B Phtalate und Bisphenol A.

Ich beschränke mich mal aufs Bisphenol A, dass hauptsächlich als Grundbaustein des Kunststoffes „Polycarbonat“ Verwendung findet. Daraus bestehen z.B. unsere CDs, Plastikgeschirr und-besteck, Babytassen, Spielzeug und Schnullerschilde. Für die Herstellung von Babyflaschen ist Bisphenol A haltiger Kunststoff seit März 2011 in der EU verboten. Die Chemikalie ist auch ein Bestandteil von Epoxid-Harzen, aus denen Doseninnenbeschichtungen und Deckeldichtungen  (Gläser) für die Lebensmittelindustrie hergestellt werden. In einigen Erzeugnissen ist Bisphenol A nicht chemisch gebunden. Dazu zählen Thermopapiere, z.B. Kassenzettel, in denen der Stoff als Farbentwickler dient sowie PVC Kunststoffe, denen Bisphenol A als Antioxidationsmittel und Stabilisator beigefügt ist. https://www.umweltbundesamt.de/themen/neue-grenzwerte-fuer-massenchemikalie-bisphenol-a , aufgerufen am 05.04.2017.

Also das habe ich nicht gewusst. Ich dachte immer, das wäre ein reines „Kunststoffproblem“. Wie oben schon erwähnt gehören Kassenbons und Fahrkarten in den Restmüll. Für mich heißt das auch, dass ich bei Kassenzetteln nicht mehr warte „bis sie sich in meiner Handtasche vermehren“, sondern sie schneller gezielt entsorge.

Also beim Bisphenol A Fasten, da bin ich dabei.

Was mich stört sind Bilder wie diese:

Bild 5Bild 6Bild 7Bild 8

Nachdem unser übriggebliebenes „Makroplastik“ , das wir selbstverständlich ordnungsgemäß in den Gelben Sack, die Gelbe Tonne, Wertstofftonne oder ggf. auch in den Restmüll entsorgen, nicht schuld an dieser Misere ist, bleibt die Frage, was können wir trotzdem tun:

  • „Müllsammelaktionen“ initiieren und / oder dabei mitmachen, um vor allem Kunststoffe aus der Umwelt zu entfernen.
    In Fürth machen wir jedes Jahr oder alle zwei Jahre seit 2002 „Ramadama“. Dabei wird an einem Tag mit Verstärkung durch Kindergärten, Schulklassen, Vereinen etc. Müll aus der Umgebung aufgeklaubt und entsorgt.

Und Mikroplastik fasten ist auch etwas Feines für mich:

Und zum Schluss noch etwas zum Thema „Regional, Saisonal“……..“Plastik-Fasten“ und Nitrat:

Bild 9

Nicht so gut zu erkennen, aber im Hintergrund sind Gewächshäuser.

Bild 10

Bildquellen: Alle Bilder sind privat.

Also liebe Grüße aus dem Knoblauchsland an alle und besonders an Jana Edlinger, der ich den Staffelstab gerne weiterreiche.

4 Kommentare zu „Tag 38: Kaffee to go? Warum nicht lieber slow?!?

  1. Oh ha Karin, jetzt bin ich auch erstaunt: dass mit den selbstklebenden Kuverts wusste ich nicht. Ehrlich gesagt mache ich mir beim Aufreißen der Briefe auch keine Gedanken darum, ob die Kuverts nun selbstklebend waren oder nicht. Sehe ich das überhaupt noch, wenn sie mal zu sind? Werde ich demnächst mal genauer hingucken. Wobei ich finde, dass solche – bestimmt wichtigen – Details, die Mülltrennung für Otto- (und Ottine) Normalverbraucher schon wieder recht kompliziert werden lassen. Manch einer tut sich ja immer noch mit der ganz normalen Trennung des Abfalls schon schwer genug.
    Ich werde mir deine Hinweise aber zu Herzen nehmen udn auch wieder bewusster meinen Papierabfall ansehen. Das die Kassenbons da eigentlich nicht hineingehören, hatte ich zwischenzeitlich auch wieder verdrängt.

    Gefällt 1 Person

  2. Liebe Karin,
    danke für Deine super interessanten Informationen und Links! Man merkt, Du bist vom Fach und beschäfftigst Dich „tagtäglich“ mit der Thematik, darüber hinaus bist Du auch konsequent in der Umsetzung, von wegen Wasser predigen und Wein trinken … Abfall ist im wahrsten Sinne des Wortes ein vielschichtiges Thema. 🙂 Und dazu auch noch zweischneidig: Ist Vermeiden von Plastik immer besser, wenn ich dafür andere Stoffe für Transport und/oder Lagerun verwenden muss? Hier kommt z.B. das Thema Plastiktasche vs. Jutetasche oder Papiertasche ins Spiel – was kaufe ich, wenn ich an der Kasse stehe und ich nicht ausreichend Taschen zum Transport dabei habe?

    Am besten ist es natürlich, wenn man immer ausreichend Taschen bzw. sonstige Behältnisse dabei hat! Da muss ich schmunzeln, weil ich am Mittwoch vor Augen geführt bekommen habe, wie man als Regionalreferent des Bundes Naturschutz optimal auf abendliche Seminare vorbereitet ist – nicht nur, dass Herr Scheuerlein in aller Kürze fundiert über das Thema „Ausgleichflächen“ referierte, auch für das nachherige Abendessen, für das aufgrund der fortgeschrittenen Stunde und des starren DB-Fahrplanes dann nicht mehr allzu viel Zeit blieb, war er optimal vorbereitet: In zwei „rucksacktauglichen“ Vorratsdosen verpackte er in einem (oder besser zwei) Rutsch(en) den Rest des Abendessens reisetauglich – ich kann nur hoffen, es hat nachher auch noch gemundet!

    So wie Tina, finde ich es schwierig, immer genau zu unterscheiden, welches Papier gesammelt werden kann und welches nicht. Ich gehe eigentlich grundsätzlich davon aus, dass da noch nachsortiert wird. Das Thema Thermopapier hatte ich irgendwie abgehakt, vielleicht unterliege ich da einem Trugschluss, aber fast alle Kassenzettel scheinen heute aus „normalem“ Papier zu bestehen!?
    Ich bin sowieso der Ansicht, dass alle nicht recycelbaren und/oder umweltschädlichen Stoffe nichts in Verpackungs- oder Büromaterialien zu suchen haben, hier die Verantwortung auf den Kunden abzuschieben, ist unfair.

    Apropos fair – eine Aktivistin hat es mit Hilfe das „Open-Pedition“-Portals kürzlich geschafft, die Deutsche Bahn dazu zu bringen, in ihren Zügen offensichtlich nur noch Fair-Trade-Kaffee auszuschenken – meine Bitte an die Bahn wäre jetzt noch, den Kaffee auch in wiederverwertbaren Bechern auszuschenken! Denn Bahnfahrten sind eigentlich die einzige Gelegenheit, wo ich „Kaffee to go“ nicht immer vermeiden kann.

    Schönes Wochenende!

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  3. Hallo Tina,
    ich denke, dass ist so ähnlich wie mit dem Kaffeeanbau im Schatten. Auf meiner Kaffeeverpackung steht nämlich nichts dazu. Meiner Ansicht nach müsste viel mehr bei der Herstellung darauf geachtet werden, dass später keine Probleme beim recyclen oder recyceln auftreten. Allgemein kommt es mir seit längerem so vor, dass „man das Kind erst in den Brunnen fallen lässt, um es dann wiederzubeleben, statt vorher schon darauf zu achten, dass es erst gar nicht reinfällt“. Aber vielleicht kommt das ja noch. Aufgrund der Rohstoffknappheit wird Recycling noch wichtiger und die Schadstoffanreicherung noch mehr ein Thema. Bin gespannt.
    Liebe Grüße und schönes Wochenende

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  4. Hallo Susanne,

    ich glaube, da streiten sich auch die Gelehrten noch, welche Möglichkeit beim Vergessen der Einkaufstasche am Besten ist. Habe folgende Quellen für dich: https://www.umweltbundesamt.de/umwelttipps-fuer-den-alltag/haushalt-wohnen/plastiktueten#textpart-2 und https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/378/dokumente/08_detzel_ifeu_vortrag_dialogveranstaltung_einweg-tragetaschen.pdf, beide aufgrufen am 07.04.2017.

    Ich bin auch nach dem Lesen immer noch ratlos. Mein Fazit: Es ist relativ egal, nur sollte man jede Tasche so lange nutzen, wie es geht. In der Praxis kann das auch heißen, „bis die Einkäufe am Boden liegen, weil die (Plastik-) Tüte gerissen ist“. Ich habe auch schon Großeinkäufe „lose“ ins Auto gepackt und erst zu Hause in Taschen. Ein Harzkäse ist dabei mal unter den Fahrersitz gerollt und hat sich erst wesentlich später geruchstechnisch bemerkbar gemacht… .War nur noch ein Fall für die Tonne. Schade und bestimmt nicht umweltfreundlich.

    Liebe Grüße und schönes Wochenende

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