Veröffentlicht in Ernährung, Norbert Heimbecks Klimarezept der Woche, regional

Ein bunter Veggie-Burger

Grün, rot, orange – so schön bunt sieht unser Teller heute aus! Und er hat es in sich: Viele Vitamine und Mineralstoffe, reichlich Protein und jede Menge Geschmack. Es gibt Burger. Vegetarisch, sogar vegan, ganz, wie es beliebt.

Rote Bete ist ein wunderbares Gemüse, das oft unterschätzt wird. Es schmeckt süß, würzig, erdig. Es kann in der Küche vielfältig verwendet werden. Nachdem in den vergangenen Tagen die Temperaturen zweistellig Plusgrade erreichten und zugleich die Sonne immer öfter eine Idee von Frühling aufkommen ließ, haben wir den Grill angeschürt und einen saftigen Burger gebraten. Einen Veggie-Burger.

Wir kombinieren die Rote Bete mit einer Walnuss-Paprika-Creme und dem ersten Grün vom Wochenmarkt (Babyspinat oder Rucola, was es gerade gibt). Wer Zeit, bäckt die Burgerbrötchen selbst. In jedem Fall brauchen wir zuerst die Brötchen, denn die Größe der Burger-Patties richtet sich danach.

Zuerst reiben wir die Rote Bete (roh oder vorgekocht) auf einer Küchenreibe möglichst fein (Handschuhe nicht vergessen, andernfalls gibt es bunte Finger). Des weiteren brauchen wir: eine möglichst fein gewürfelte Knoblauchzehe, Haferflocken, den Saft einer halben Zitrone, Speisestärke und weiße Bohnen. Knofel, Zitronensaft, Haferflocken und Stärke unter die Rote Bete mischen, Bohnenkerne mit einer Gabel grob zerdrücken und ebenfalls untermischen. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken, dann aus der Masse Burger formen, die zur Brötchengröße passen.

Man sollte Bete und Bohnen im Verhältnis 1:1 mischen, die Haferflocken sorgen für den nötigen Biss und sollten nach und nach zugefügt werden, bis ein gut formbarer Teig entsteht (zwei bis drei Esslöffel sollten reichen). Die Stärke sorgt für Bindung, auf 400 Gramm Rote Bete brauchen wir zirka einen Esslöffel voll. Aus insgesamt 800 Gramm Roter Bete und Bohnen sollte man etwa sechs bis acht Burger formen können.

Burger dünn mit Rapsöl einpinseln und grillen (oder in einer Pfanne knusprig braten).

Für die Walnusscreme mischen wir Nusskerne und Ajvar (türkisches Paprikamus) ebenfalls im Verhältnis 1:1, geben es mit einer Scheibe Weißbrot, einer Knoblauchzehe, Zitronensaft, wenig Olivenöl und geräuchertem Paprikapulver in den Mixer und pürieren alles so lange, bis eine geschmeidige Paste entsteht.

So bauen wir den Burger:

Brötchen halbieren und auf der Schnittseite knusprig anrösten. Jede Hälfte mit Walnusscreme bestreichen, Babyspinat/Rucola und den Burger darauf stapeln. Weil die Burger ziemlich weich sind, brauchen wir noch ein bisschen Crunch – dazu schneiden wir eine rote Zwiebel in feine Ringe und legen sie oben drauf, ehe wir mit dem Brötchendeckel den Abschluss bilden. Guten Appetit!

Autor:

30 Jahre lang habe ich als Journalist in Bayreuth über Themen aus dem Bereich Ernährung, Genuss und Kulinarik berichtet. Seit April 2015 leite ich die Slow Food-Regionalgruppe Oberfranken.

7 Kommentare zu „Ein bunter Veggie-Burger

  1. Das hört sich ja klasse an und schaut total lecker – ‚tschuldigung liebe altbayerische Freunde, „guad“ reicht hier einfach nicht aus 🙂 – Da können sich die Burgerrestaurants – und die schießen zur Zeit gerade aus dem Boden – noch was abgucken.
    Die Walnusscreme mag ich sehr gerne, ich kaufe es ab und zu beim türkischen Feinkosthändler. Wenn ich natürlich weiß, wie ich’s selber machen kann … Deshalb die Frage, Herr Heimbeck, was unter Paprikamus zu verstehen ist, das kann man wahrscheinlich auch selbst machen.

    Gefällt 1 Person

      1. Danke für den Hinweis, dann frage ich doch als erstes beim türkischen Feinkosthandel nach oder kaufe gleich die Walnusscreme, die ich auch immer sehr gut finde, als Dip oder als Brotaufstrich.

        Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s