Veröffentlicht in Abfallvermeidung, Ernährung, Konsum, Motivation

„Einmal hin und alles drin“ gibt es nicht mehr für Pfarrer-Ehepaar Claudia u. Uli Jobst nach ihren ersten Wochen der CO2-Fastenzeit, Nudeln selbst gemacht…..

… ist dafür einer ihrer Geheim-Tipps in ihrem Beitrag zur Plasik-Vermeidung:

Plastik ist überall.
Der Versuch, auf Plastik ganz zu verzichten, ist gescheitert, schreibt das Pfarrer-Ehepaar von der Evangelischen Kirchengemeinde Buchau mit Weismain (Lkr.Kulmbach/Lkr.Lichtenfels). Aber wir haben unseren Plastikverbrauch deutlich reduziert. Und das ist wirklich ohne große Mühe möglich.

Wir haben unsere eigenen Gefäße zum Kauf von Fleischwaren, Käse und Sauerkraut mitgenommen. Das geht nicht überall, weil manche Supermarktfleischtheken z.B. das rundheraus ablehnen. Auch in mancher Metzgerei stößt man auf Unverständnis. Aber es gibt durchaus Metzgereien und Geschäfte, die das gut finden und unterstützen. Wir wissen jetzt, wo wir problemlos einkaufen können und wo wir halt nicht mehr hingehen.
Bei verschiedenen Produkten sind wir von der Plastik- auf die Glasvariante umgestiegen: passierte Tomaten, Joghurt, Sahne. Aber da sind wir uns nicht sicher, was die Ökobilanz betrifft, ob das wirklich besser ist. Kritisch wird es auch, wenn man abwägen muss: Lieber die fränkischen Äpfel in der Plastiktüte oder die italienischen unverpackt?
Bei manchen Produkten mussten wir entweder ganz verzichten, oder ein Eigenprodukt herstellen. Das ist oft einfacher als man denkt. Nudeln sind weder kompliziert noch besonders zeitaufwändig in der Herstellung.

CO2Jobst Schüssel mit EierCO2Jobst Nudeln

Und wir haben mehr Kartoffeln gegessen. Aber keine Kartoffelchips, weil uns die in der Herstellung noch zu zeitintensiv sind.
Im Bereich Körperpflege haben wir gemerkt: Mit Seife kann man viel Plastik ersetzen. Es gibt sogar Shampoo-Seifen. Für die Mundhygiene haben wir noch keine überzeugende Alternative gefunden. Da bleiben wir erstmal noch beim Plastik.

Wir haben vorher vermutet, dass wir vielleicht mehr Geld ausgeben. Das ist nicht so. Einfach, weil man auch automatisch auf einiges verzichtet und nicht auf jede Werbung hereinfällt.

Aber die Zeit ist durchaus ein Faktor. Wer wenig Plastik verbrauchen will, braucht mehr Zeit und Planung. Wann brauche ich was und wann und wo kann ich es kaufen? Ist halt nicht wie „einmal hin und alles drin“. Aber wir leben auf dem Land – wir müssen sowieso vor jedem Einkauf überlegen, was wir alles brauchen.
Eine Erleichterung wäre es, wenn es z.B. einen „Unverpackt-Laden“ in Kulmbach gäbe.
Für die Zukunft haben wir noch einiges vor. Wir möchten probieren, verschiedene Putzmittel selber herzustellen. Das ist angeblich mit einigen Grundzutaten gar nicht schwer und dazu eine deutliche Kostenersparnis.

Insgesamt ist unser Resümee: Einfach an einer Stelle mit dem Plastikverzicht anfangen. Und dann immer mehr ausprobieren. Möglichkeiten gibt es so viele. Und ich habe gemerkt: Viele dieser Möglichkeiten schützen nicht nur die Umwelt, sondern auch unseren Geldbeutel und unsere Gesundheit!     

Liebe Grüße
Claudia und Uli Jobst

 

Bildquelle: Privat

 

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