Veröffentlicht in Mobilität, Motivation

Autofasten

Grundsätzlich hat Kreisrat Norbert Pietsch aus Speichersdorf in den vergangenen 6 1/2 Wochen versucht, sei es für den privaten Bereich oder für die beruflichen Einsätze, max. an 2 Tagen in der Woche das Auto zu benutzen. Das kann im Landkreis deutlich schwieriger sein, als in der Stadt. Wieviele Auto-Kilometer er durch öffentlichen Nahverkehr, Mitfahrgelegenheiten, Fahrrad, Laufen und Öko-Strom-betanktem E-Roller gespart hat? Hier sein Erfahrungsbericht:Dies gelang mir aber nicht in jeder Woche. Alle anderen Fahrten erfolgten an den übrigen Tagen mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmittel, als Mitfahrer bei anderen Personen. Aber auch das Laufen kam nicht zu kurz. In der letzten Woche konnte ich auch erstmals meinen Elektroroller (die Ladung der Batterien erfolgt mit grünen Strom von EWS) benutzen, der Winter gab nach und der Vorfrühling brachte erträglichere Temperaturen mit sich.

 

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In der ersten Woche fiel es mir relativ leicht auf das Auto zu verzichten – ich lag mit einer schweren Erkältung darnieder, die „Nichtnutzung des Autos“ konnte ich sogar bis zum 11. Fastentag ausweiten. Erst am 12. Tag erforderte ein beruflicher Einsatz wieder Autofahrten. Da ich beruflich nicht mehr im Vollerwerb stehe und als Selbständiger mir einen größeren Freiraum herausnehme, kam ich ganz gut über die Runden. Es ist entspannender, wenn man bewußt den Einsatz seines Verkehrsmittels planen kann. Nach meinen täglichen Aufzeichnungen bin ich in 6 1/2 Wochen 418 km mit dem Auto gefahren, das waren im Durchschnitt 64 km in der Woche. Mein Ziel lag noch etwas darunter. Ich vermute, dass dies ca. 25 % der Kilometerstrecke mit dem Auto ist, die ich im „Regelfall“ fahre. Um mich wieder zu meinem „Normalmodus“ zu bringen, werde ich ein paar Wochen lang eine Beobachtungspause einlegen. Danach werde ich in den folgenden 6 1/2 Wochen meine Autokilometer im „Alltagsbetrieb“ aufzeichnen.

Ich bin auf das Ergebnis gespannt und werde es euch mitteilen. Ich versuche auf jeden Fall noch besser zu werden.

Fazit: Extreme Bequemlichkeit, gepaart mit nachhaltiger Gedankenlosigkeit verleiten uns (auch mich) zu übermäßiger Nutzung des Kfz im Alltag. Man macht es, weil es einfach möglich ist. Aber das Leben auf dem Land ohne Auto ist wesentlich schwerer zu realisieren, als das Leben in einer Stadt. Manchmal ist der Einkauf eines einfachen Brötchens viele Kilometer entfernt. Ein Faktor ist auch, daß auf allen politischen Ebenen hinsichtlich des C02-Einsparens von den richtigen Anreizen zu wenig und von den falschen viel zu viel gesetzt werden. Ausbaden müssen das die nachfolgenden Generationen. Wir sind hier in Deutschland längst nicht die „Vorzeigenation“ hinsichtlich Klimaschutz, für die wir uns halten!

Schlussfolgerung für mich: Reduzierung des individuellen Kfz-Einsatzes, Erhöhung der Nutzung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs (z. B. 50 % der Termine im Landratsamt mit öffentlichen Verkehrsmittel bzw. als Mitfahrer nutzen – Besitzer einer Bahncard 50), vermehrte Nutzung des Fahrrads und eben emissionsfreier Verkehrsmittel – Elektroauto ist bestellt, E-Ladestation wird noch 2018 eingerichtet.

 

Text und Fotoquelle: Norbert Pietsch

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